Wir sagen Danke!
Am 30. Juni 2026 schließt die a&o Kunsthalle Leipzig ihre Türen – endgültig.
Leipzig, Juni 2026
Am 30. Juni 2026 schließt die a&o Kunsthalle Leipzig ihre Türen. Damit endet die Geschichte eines Ortes, der aus einer Vision entstand: Die aus dem 19. Jahrhundert stammende ehemalige Remise des Bahnpostamtes am Leipziger Hauptbahnhof – eine rund 400 Quadratmeter große, ehemalige Lagerhalle – wurde 2018 von Mitarbeitenden der a&o Hostels in einen flexiblen Ausstellungs- und Veranstaltungsraum verwandelt. Am 30. November 2018 eröffnete sie als a&o Kunsthalle.
In den Jahren seither zeigte die a&o Kunsthalle ein Programm aus Gruppenausstellungen aufstrebender Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland – über 50 Ausstellungen mit mehr als 400 Künstlerinnen und Künstlern aus über 15 Ländern. Von der Gründung 2018 bis zur Schließung 2026 lag die Direktion bei Tanja Heuchele; künstlerisch verantworteten Julien Rathje (2019–2022), Cosimo Venzke (2023) und Jonas Liesaus (2023–2026) das Programm. Die enge Verbindung zur Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig prägte das Programm von Beginn an und spiegelte sich in zahlreichen Ausstellungen mit Studierenden und Absolvent*innen.
2022 ging aus dem Projekt der Verein Kunsthalle Leipzig e.V. hervor – maßgeblich mitgestaltet von Julien Rathje, Nele Herbert und weiteren Mitstreiter*innen – und wurde Anfang 2023 als gemeinnützig anerkannt. Für zwei Jahre ergänzte zudem ein Projektraum in Warschau den Leipziger Standort: ein wunderbarer Satellit, der ab 2021 Künstler*innen, zuletzt in Zusammenarbeit mit Artists at Risk, einen Ort bot. Kulturarbeit verstand die Kunsthalle dabei stets als gesellschaftliche Fürsorgearbeit und als Beitrag zu Teilhabe und demokratischer Öffentlichkeit.
Unser Dank gilt zuallererst den mehr als 400 Künstlerinnen und Künstlern, die diesen Ort mit ihrer Arbeit erst zu dem gemacht haben, was er war, sowie dem Publikum, das ihn über die Jahre belebte.
Getragen wurde die Kunsthalle von einem engagierten Team: Anne Recht als eine der ersten Mitarbeiterinnen – von 2018 bis 2022 als kuratorische Assistenz und Projektleitung vor Ort – Brigita Kasperaitė von 2021 bis 2023 in der visuellen Kommunikation, und Nele Herbert, die den Verein von der kuratorischen Assistenz bis zuletzt als Schatzmeisterin federführend mitgestaltete, sowie Immo Schneider, der seit 2023 die Gestaltung im analogen wie digitalen Raum verantwortete. Ein herzlicher Dank gilt ebenso allen Praktikant*innen und Unterstützer*innen.
Besonderer Dank gilt Oliver Winter, Dr. Florian Schöfer, Marcel Pleister, Matthias Przygodda, Janine Berger und Tanja Stock sowie jeder*m Mitarbeiter*in der a&o hostels, die den Ort und die Vision teilten und ihn von innen heraus mit aufbauten. Den a&o Hostels gilt unser Dank für acht Jahre kontinuierlicher Trägerschaft – sowohl als Eigentümer des Raums als auch als verlässlicher Partner, der die Kunsthalle von der Gründungsidee 2018 bis zur Schließung 2026 ermöglichte und mittrug.
Möglich wurde dieses Programm durch das Vertrauen vieler: der Stadt Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, zahlreicher Stiftungen – darunter die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Stiftung Kunstfonds, die Karin und Uwe Hollweg Stiftung und Pro Helvetia – der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig als langjähriger Wegbegleiterin sowie vieler Häuser, Galerien, Vereine und Initiativen in Leipzig und Warschau. Eine weitestgehend vollständige Übersicht findet sich am Ende dieser Mitteilung.
Wie es weitergeht, ist offen. Was in diesen Jahren entstanden ist – die Ausstellungen, die Begegnungen, das Vertrauen – bleibt.
Über die a&o Kunsthalle Leipzig: 2018 in der ehemaligen Remise des Bahnpostamtes am Leipziger Hauptbahnhof eröffnet und getragen vom gemeinnützigen Kunsthalle Leipzig e.V., war die a&o Kunsthalle ein unabhängiger Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst (Brandenburger Str. 2, 04103 Leipzig).
Pressekontakt: Tanja Heuchele, Direktion · tanja.heuchele@aokunsthalle.com · +49 (0)341 250 79 500 · aokunsthalle.com
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